Rechtes Denken ist in der Gesellschaft wieder hegemonial geworden. Materielle Kultur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie hat für die politische Sozialisation enorm an Bedeutung gewonnen. Wissenschaftliche Diskurse, die den Dingen eine konstituierende Wirkung auf das politische Subjekt und seine kulturellen Praktiken zuschreiben, treffen auf das wachsende Begehren, mit Design, Architektur, Theater oder Kunst eine Transformation der Gesellschaft herbeizuführen.
Das Buch untersucht die Verknüpfung vom rechten Denken mit den Dingen. Es dokumentiert, wie sich die ambivalente Idee einer politischen Subjektivierung durch Dinge als ein umfassendes Dispositiv realisieren konnte – von abstrakten Argumentationen zeitgenössischer Philosoph:innen bis hin zu konkreten rechten kulturellen Setzungen der Gegenwart. Dabei zeigt es auf, dass essentialistische Denkmuster und autoritäre Sehnsüchte schon frühzeitig in den Diskursen präsent waren, wie dieses Denken produktiv gemacht worden ist und schließlich mit der rechten Metapolitik auf die Zivilgesellschaft angewendet wurde. Es verortet das rechte Denken nicht länger nur am Rand der Gesellschaft, sondern zeigt dessen Entstehen in ihrer vermeintlichen Mitte.
Frieder Bohaumilitzky, Metapolitik der Dinge. Materielle Kultur und rechtes Denken, adocs, Hamburg 2026.
ISBN: 9783691130027
270 Seiten
ISBN: 9783691130027
270 Seiten